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Theater muß sein... So lautet schon seit Jahren das Motto, um für ein Überleben der Theaterlandschaft zu werben. Vielleicht ist es an dieser Stelle angebracht, darüber nachzudenken, welche Aufgaben das Theater hat; welche überhaupt und welche im speziellen, sprich in unserer Zeit. Hier bieten wir Texte und Materialien an, die zu einem weiteren Nachdenken anregen sollen.
Es gilt einzutauchen in ein Reich der Fantasie, in dem es keine Regeln gibt, das Theater. Hier ist alles erlaubt und nur die Wahl der Mittel unterscheidet eine Aufführung von der anderen. Die erste Pflicht sollte sein, das Publikum zu achten und für es zu arbeiten, sei es im ästhetischen, im intellektuellen Sinne, in der Art und Weise, wie Erinnerungen und Vorstellungen gemacht werden, wie dem erzieherischen Anspruch genüge getan wird, wie auf Missstände verwiesen wird. Ist das Theater „Theater für das Publikum", ohne das Publikum gäbe es kein Theater, zumindest nicht im pragmatischen Sinne, ist die Wahl der Mittel so frei, dass es wohl keinem Menschen, der versucht das im Theater Erfahrene zu analysieren, zu bewerten, zusteht zu negativen Urteilen zu kommen, was die Inszenierung angeht; wobei zu dem Begriff Inszenierung in diesem Sinne alles gezählt werden soll, und nur die einzelne künstlerische Leistung der Darsteller ausschließt. Damit ist man wieder bei der unlösbaren Frage angekommen, was Kunst sei. Akzeptieren wir endlich das Unlösbare der Frage und beurteilen eben gerade Theater nach den oben angeführten Kriterien, wenn schon nicht gar nach handwerklichen, oder noch klarer, nach wirtschaftlichen, was aber doch auch wieder den direkten Bezug zum Publikum herstellt.
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